Neue Kolumne:
@tazgetroete "Ich erzähle immer wieder gerne, dass ich in den ersten Monaten hier meine Rückenschmerzen verloren habe, weil ich zuvor nur mit hochgezogenen Schultern durchs Leben gegangen war und nun loslassen konnte. Wie ich über Jahrzehnte das Gesundheitssystem mit Physio- und Psychotherapien belastet hätte, wäre mir Berlin nicht passiert, mag ich mir gar nicht vorstellen. Kein Länderfinanzausgleich kann aufwiegen, was diese Stadt leistet.
Als Dankeschön an diese Stadt verspreche ich, mich dafür einzusetzen, dass auch noch Generationen nach mir das Berlin-Gefühl fühlen dürfen. Denn junge Menschen heute kommen aus den gleichen Gründen wie ich damals. Es wird ihnen nur schwerer gemacht zu bleiben. Aus Dankbarkeit werde ich dafür kämpfen, dass die Mieten runtergehen und nicht die Anzahl der Clubs. Dass der Görli nachts aufbleibt und das Tempelhofer Feld unbebaut.
Dass wieder mehr Räume für Kunst- und Kultur entstehen, der kostenlose Museumssonntag zurückkommt und unsere Theater nicht kaputtgespart werden. Und ich werde den Platz vorne oben im M29 immer für Kinder freimachen. Das ist das Mindeste, was ich für dich tun kann. Danke für alles, Berlin. Du bist unsere Heimat und Söders Albtraum. Und das ist auch gut so."
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https://taz.de/Danksagung-an-Berlin/!6179027/