{"type":"rich","html":"<div style=\"width: 640; height: 426; font-family: sans-serif,arial,freesans;\" ><div id=\"shared_container_1363101066\" class=\"shared_container\"><div id=\"shared_header_1363101066\" class=\"shared_header\"><a href=\"https:\/\/pluspora.com\/u\/ws01\"><img src=\"https:\/\/hub.netzgemeinde.eu\/photo\/3de3422e145644891f0a619e2a361434-6\" alt=\"Wolfgang Strobl (vanishing account)\" height=\"32\" width=\"32\" loading=\"lazy\" \/><\/a><span><a href=\"https:\/\/pluspora.com\/u\/ws01\">Wolfgang Strobl (vanishing account)<\/a>  wrote the following  <a href=\"https:\/\/hub.netzgemeinde.eu\/display\/5798bc70e92601373c74005056264835\">Beitrag <\/a><span class=\"autotime\" title=\"2019-11-14T17:04:20+01:00\">Thu, 14 Nov 2019 17:04:20 +0100<\/span><\/span><\/div><div id=\"reshared-content-1363101066\" class=\"reshared-content\">@<a href=\"https:\/\/nerdpol.ch\/u\/kreuzberger_radler\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Westberliner Klappradpfarrer<\/a> M.E. funktioniert das Nextbike-System nur mit Mobiltelefon, ist aber z.B. f\u00fcr Studenten im Ruhrgebiet konkurenzlos billig: die ersten sechzig Minuten einer Ausleihe sind kostenlos, danach zahlt man 50 Cent pro 30 Minuten, max 5 EUR am Tag. Nett ist, da\u00df man im Ruhrgebiet auch st\u00e4dte\u00fcbergreifend zur\u00fcckgeben kann und, soweit ich das verstanden habe, mit einem Konto und der App regions\u00fcbergreifend ausleihen kann, was insbesondere bei Besuchen n\u00fctzlich ist. Ein zus\u00e4tzliches (Holland-)Rad steht hier bei uns zwar eh immer rum, aber wenn die Kinder zu Besuch sind, um mit Freunden andere Freunde zu besuchen, ist ein Rad deutlich zu wenig. Da man auf einem Account aber bis zu vier R\u00e4der ausleihen kann, ist das Probem i.A. eher, gen\u00fcgend verf\u00fcgbare R\u00e4der in Reichweite zu finden.<br \/><br \/>F\u00fcr Nichtstudenten sieht der Vergleich nat\u00fcrlich anders aus. Man mu\u00df bzw. kann u.a. zwischen 1 EUR \/ 30 min resp. 9 EUR pro Tag oder 10 EUR\/Monat bei 30 kostenfreien Minuten pro Ausleihe w\u00e4hlen und damit bei Wenignutzung deutlich unter die genannten 240 EUR im Jahr kommen. Legt man sich auf ein Jahr fest, so stehen den 240 EUR eine Jahresgeb\u00fchr von 48 EUR gegen\u00fcber, was dann 192 EUR f\u00fcr Fahrten oberhalb der 30-Minuten-Schranke \u00fcbrigl\u00e4\u00dft. Auch das lohnt nur bzw. vornehmlich bei Wenig- bzw. Kurzstreckennutzung, kann dann aber die 240 EUR\/Jahr deutlich unterschreiten.<br \/><br \/>Bei einer Nutzung, die auf h\u00f6here Kosten im Jahr hinausl\u00e4uft, w\u00fcrde ich statt des gemieteten swapfiets-Rades vorziehen, das Geld f\u00fcr eine Jahresmiete in eines der in vielen Baum\u00e4rkten und bei vielen Versendern verf\u00fcgbaren billigen Hollandr\u00e4der mit Kettenkasten und Dreigangschaltung zu stecken. Mein oben erw\u00e4hntes Hollandrad ist so eines. Es wird regelm\u00e4\u00dfig, aber nicht intensiv genutzt, meist f\u00fcr Einkaufsfahrten und sonstige Zielfahrten in die n\u00e4here Umgebung und hat jetzt schon einige Jahre durchgehalten.<br \/><br \/>Das diskutierte Gesch\u00e4ftsmodell basiert m.E. tats\u00e4chlich mindestens zum Teil auf einem Ex- und Hop-Konzept, bei dem ein auf Wegwerfen statt Reparieren ausgelegtes Einfachrad gerade lange genug durchh\u00e4lt, um geklaut zu werden, bevor die Kunden tats\u00e4chlich mit Reparaturw\u00fcnschen aufschlagen, auf deren Durchf\u00fchrung sie einen ganzen Tag warten m\u00fcssen. Die im Artikel ge\u00e4u\u00dferte Hoffnung, da\u00df man solche R\u00e4der anders als Leihr\u00e4der nicht aus nahegelegenen B\u00e4chern oder Weihern rausfischen m\u00fcsse, erscheit mir insofern recht mutig bzw. unangebracht. Wegwerfen wird jemand so etwas, der es aufbricht und klaut oder einfach nur auf Vandalismus aus ist, nicht der zeitweilige Besitzer.<br \/><br \/>Wenn ich mir die Beleuchtung auf den Fotos anschaue, wird mir regelrecht schlecht. &quot;... nicht schnell, aber extra sicher&quot;, aber ja doch. Selbst an meinem Rennrad, mit dem ich nur noch sehr ausnahmsweise bei Dunkelheit fahre, habe ich eine um Klassen bessere aktive Beleuchtung als an diesem Bahnhof- und Kneipenrad augenscheinlich verbaut ist. Die meisten der f\u00fcnfzehn Reflektoren an R\u00e4dern sind zwar technischer Unfug (wer's nicht glaubt, lese bei J. Forester nach), mit einer Ausnahme aber: dem Heckreflektor. An Rennr\u00e4dern ist der in der vorgeschriebenen Form nicht vern\u00fcnftig umsetzbar (da tun es dann reflektierende Elemente an anderer Stelle, besser aber eine wirksame <em>aktive<\/em> Leuchte, in Zeiten von Hochleistungs-LED und guten Akkus gar kein Problem mehr). An einem vandalismusgef\u00e4hrdeten einfachen Gebrauchsrad hingegen mu\u00df man doch mit dem Klammersack gepudert sein, um auf einen kaum zerst\u00f6rbaren Gro\u00dffl\u00e4chenreflektor an einem Gep\u00e4cktr\u00e4ger zu verzichten.<br \/><br \/>Was die Narrenkappen angeht, das stammt von der Dame von der Zeit, die keine Verantwortung will, nicht von Swapfiets.<\/div><\/div><br \/><\/div>","width":640,"height":426}