Wer vielleicht noch nach einer Alternative zum alternativlosen Dinner for One sucht: Wie wäre es mit "Ekel Alfred"? Die Kultserie "Ein Herz und eine Seele" gehört zu den westdeutschen 70ern genauso wie Klappzahlenuhren und Lloret de Mar. Das war die Zeit, als zwar noch viele echte Altnazis in Behörden und Unternehmen ihr Unwesen trieben, doch die Nachgeborenen sich längst deutlich von den Alten distanzierten, sich gerne auch mal darüber lustig machten und stattdessen das "moderne" Leben suchten, was auch immer sie darunter verstanden. "Gefühlt" war es jedenfalls die Zeit der breiten, gesellschaftlichen Befreiung aus dem Gedankengut der Nazis. Die Serie inszeniert genau diesen Wendepunkt auf amüsante Weise. Jedoch Triggerwarnung für stark sensible Jüngere hier, die noch kein Verständnis für frühere Zeiten aufbringen wollen oder können: In der Serie geht es verbal ziemlich "robust" zu, und es fallen auch mal Worte, die heute niemand mehr sagen darf.
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